COPD
COPD ist eine unheilbare Lungenerkrankung, die das Atmen zunehmend erschwert.
COPD ist eine Erkrankung der Lunge, die schleichend beginnt, aber einen fortschreitend schweren Verlauf nimmt. Sie beginnt mit einem scheinbar harmlosen Husten, dem bekannten Raucherhusten, und sie endet in vielen Fällen damit, dass die Atmung so stark erschwert ist, dass kein normales Leben mehr möglich ist.
Wie die Bezeichnung Raucherhusten schon verrät, ist Rauchen die Hauptursache für die Entstehung einer COPD. Der Name ist übrigens eine Abkürzung der englischen Bezeichnung dieser Erkrankung: Chronic Obstructive Pulmonary Disease – zu Deutsch: chronisch obstruktive Lungenerkrankung, die das Atmen erschwert. Außer durch Rauchen kann COPD auch durch andauerndes Einatmen von Feinstoffen (beispielsweise bei der Arbeit) verursacht werden.
Die für COPD so charakteristische Atemnot entsteht als Folge einer Schädigung der Lungen durch Zigarettenrauch (oder durch andauerndes Einatmen von Feinstoffen). Dies führt zu einer chronischen Entzündung der Lungen, es kommt zu massiven Schleimansammlungen in den Lungen, und das Lungengewebe wird allmählich zerstört.Je weiter dieser Prozess fortschreitet, desto schwerer fällt dem Patienten das Atmen. Haben COPD-Patienten anfangs nur Atemprobleme bei (starken) Anstrengungen, schnappen sie im Laufe der Zeit ständig nach Luft, auch wenn sie beispielsweise ruhig auf einem Stuhl sitzen.Die kann so weit gehen, dass der Patient dauerhaft behindert ist, einen Rollstuhl benötigt und 24 Stunden täglich mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden muss.
Einige Zahlen zu COPD:
- Menschen, die an COPD erkranken, leben durchschnittlich 9 Jahre kürzer als Menschen, die nicht an dieser Krankheit leiden.
- Weltweit leiden mehr als 80 Millionen Menschen unter einer schweren oder mittelschweren Form von COPD.
- Jährlich sterben ungefähr 5 Millionen Menschen an COPD.
- In den Niederlanden leiden 2 Prozent der Bevölkerung an COPD.
- Bei Menschen ab 80 Jahren beträgt der Anteil der Erkrankten 17 Prozent.
COPD ist bislang nicht heilbar. Die Behandlung besteht in der Linderung der Beschwerden.Der Verzicht auf das Rauchen ist dabei die erste Grundvoraussetzung. Daneben kann die Einnahme von Medikamenten (Entzündungshemmer, atemwegserweiternde Medikamente, Sauerstoff) die Beschwerden lindern helfen. Auch eine möglichst gute körperliche Verfassung – durch ausgiebige körperliche Aktivitäten – trägt zu einer Linderung der Beschwerden bei. Im günstigsten Fall kann dadurch die fortschreitende Verschlechterung der Erkrankung gebremst werden.
Wie genau die Krankheit COPD in den Zellen der Lungen entsteht und sich verschlechtert – die so genannte Pathogenese der COPD – ist noch nicht klar. Unerforscht ist bislang auch, warum einige Menschen nach jahrelangem Rauchen an COPD erkranken und andere nicht. Im Durchschnitt erkrankt einer von vier Rauchern an COPD. Im Rahmen wissenschaftlicher Forschung, darunter das COPACETIC-Projekt, sollen die Ursachen gefunden werden. Die Forscher des COPACETIC-Projekts untersuchen erbliche Faktoren im Zusammenhang mit COPD. Sie vermuten, dass Unterschiede in der Erbanlage dafür verantwortlich sind, dass der eine Raucher an COPD erkrankt und der andere nicht. Die Studie soll unter anderem eine Antwort auf die Frage liefern, welche Gene (oder Genvarianten) darüber entscheiden, ob eine Person mehr oder weniger anfällig für COPD ist.Kenntnisse über die erblichen Faktoren beim Erwerb einer COPD können auch dazu beitragen, dass wir ein besseres Verständnis über die Entstehung und Entwicklung von COPD gewinnen.Diese Kenntnisse können dazu führen, dass neue und bessere Möglichkeiten zur Behandlungen dieser Erkrankung gefunden werden.




